Kann die Erholung des Stahlmarktes von Dauer sein?

Derzeit ist der Hauptgrund für die Erholung des heimischen Stahlmarktes die Meldung über erneute Produktionskürzungen in verschiedenen Regionen. Doch was ist der eigentliche Grund für diese Entwicklung? Der Autor analysiert dies anhand der folgenden drei Aspekte.

Erstens haben die inländischen Stahlproduktionsunternehmen angesichts geringer Gewinne oder Verluste ihre Produktionskürzungen und Wartungsmaßnahmen deutlich verstärkt. Die Rohstahlproduktion der großen und mittelständischen Stahlunternehmen ging Ende Juni signifikant zurück, was die aktuelle Angebotslage gut belegt. Da gleichzeitig verschiedene Provinzen und Städte weiterhin Produktionskürzungen für das zweite Halbjahr ankündigten, stiegen die Preise am Schwarzmarkt für Termingeschäfte, gefolgt vom Kassamarkt. Da sich der Stahlmarkt in der traditionellen Nachfrageflaute befindet, erhöhten die Stahlwerke zudem die Ab-Werk-Preise, um das Marktvertrauen zu stärken. Im Wesentlichen liegt der Grund jedoch darin, dass die Stahlpreise selbst ihren Tiefpunkt erreichen müssen, nachdem die Preise für Fertigprodukte unter die Selbstkosten der Stahlwerke gefallen sind.

Zweitens wurde die Nachfrage aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem 1. Juli in der Anfangsphase gedämpft, was in einigen nördlichen Provinzen zu einem kurzfristigen Nachfrageanstieg führte. Laut Statistiken von LangeSteel.com verzeichneten der Pekinger Baustoffmarkt, das Tangshaner Profilstahlwerk und das nördliche Blechstahlwerk weiterhin ein gutes tägliches Handelsvolumen, wodurch der Spotmarkt durch die Markttransaktionen effektiv gestützt wurde. Dennoch befindet sich der Stahlmarkt grundsätzlich in der Nebensaison, und die Frage, ob dieser kurzfristige Nachfrageanstieg anhalten kann, sollte für die Unternehmen im Fokus stehen.

Drittens beschloss der Ständige Ausschuss der Nationalen Kommission am 7. Juli aus politischer Sicht, dass angesichts der Auswirkungen steigender Rohstoffpreise auf Produktion und Betrieb von Unternehmen die Stabilität gewahrt und die Geldpolitik gestärkt werden muss, ohne dabei auf übermäßige Bewässerung zu setzen. Ziel ist es, die Wirksamkeit und die rechtzeitige Anwendung geldpolitischer Instrumente wie der Senkung des Mindestreservesatzes (RRR) zu verbessern, um die finanzielle Unterstützung der Realwirtschaft, insbesondere kleiner, mittlerer und Kleinstunternehmen, weiter zu stärken und eine stetige und moderate Senkung der Finanzierungskosten zu fördern. Der Markt interpretiert dies allgemein als Signal für eine rechtzeitige Senkung des Mindestreservesatzes durch den Staatsrat, was auf eine leichte Lockerung der kurzfristigen Marktfinanzierung hindeutet.

Kurzfristig wird der heimische Stahlmarkt unter dem Einfluss erwarteter Kürzungen der Mindestreserveanforderungen, hohem Transaktionsvolumen, Stahlwerkspreisen und Kostenstützungen ein leichtes Wachstum verzeichnen. Allerdings ist zu beachten, dass Angebot und Nachfrage auf dem heimischen Stahlmarkt in der Nebensaison aufgrund der traditionell schwachen Nachfrage ausfallen. Daher ist es ratsam, die Marktentwicklung stets aufmerksam zu verfolgen.


Veröffentlichungsdatum: 09.07.2021