Indien beendet die Antidumpingmaßnahmen gegen kaltgewalzte Bleche aus Eisen, unlegiertem Stahl und anderen legierten Stählen mit Bezug zu China.

Am 5. Januar 2022 veröffentlichte das indische Ministerium für Handel und Industrie eine Bekanntmachung, in der es mitteilte, dass das indische Finanzministerium die Entscheidung des Ministeriums für Handel und Industrie vom 14. September 2021 hinsichtlich der Antidumpingzölle auf Eisen und unlegierten Stahl aus China, Japan, Südkorea und der Ukraine bzw. auf andere kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse aus legiertem Stahl (kaltgewalzte/kaltreduzierte Flachstahlerzeugnisse aus Eisen oder unlegiertem Stahl oder anderen legierten Stählen aller Breiten und Dicken, nicht plattiert, beschichtet oder anderweitig verzinnt) nicht akzeptiert hat. Das Ministerium beschloss, die Antidumpingzölle auf die in den genannten Ländern hergestellten Produkte nicht weiter zu erheben.

Am 19. April 2016 kündigte das indische Ministerium für Handel und Industrie die Einleitung einer Antidumpinguntersuchung gegen kaltgewalzte Bleche aus Eisen, unlegiertem Stahl und anderen legierten Stählen an, die aus China, Japan, Südkorea und der Ukraine importiert wurden. Am 10. April 2017 fällte das Ministerium eine positive endgültige Antidumpingentscheidung und empfahl die Erhebung eines fünfjährigen Antidumpingzolls auf die betroffenen Produkte aus den genannten Ländern zum niedrigsten Preis. Die Höhe des Zolls entspricht dem Warenwert (sofern dieser unter dem Mindestpreis liegt) abzüglich der Differenz zwischen diesem Mindestpreis und dem Mindestpreis. Der Mindestpreis für die genannten Länder beträgt 576 US-Dollar pro Tonne. Am 12. Mai 2017 erließ das indische Finanzministerium das Rundschreiben Nr. 18/2017-Customs(ADD), in dem es die Empfehlung des indischen Ministeriums für Handel und Industrie vom 10. April 2017 zur endgültigen Entscheidung akzeptierte und beschloss, am 17. August 2017 Maßnahmen zu ergreifen. Die fünfjährigen Antidumpingzölle werden auf die betroffenen Produkte aus den oben genannten Ländern zum niedrigsten Preis erhoben und gelten bis zum 16. August 2021. Am 31. März 2021 gab das indische Ministerium für Handel und Industrie bekannt, dass auf Antrag des indischen Stahlverbands die erste Antidumping-Überprüfung von kaltgewalzten Stahlblechen aus Eisen, unlegiertem Stahl und anderen Legierungen mit Ursprung in oder Import aus China, Japan, Südkorea und der Ukraine eingeleitet und die Untersuchung eingeleitet wurde. Am 29. Juni 2021 erließ das indische Finanzministerium das Rundschreiben Nr. 37/2021-Customs (ADD), mit dem die Gültigkeitsdauer der Antidumpingmaßnahmen für die betroffenen Produkte bis zum 15. Dezember 2021 verlängert wurde. Am 14. September 2021 gab das indische Ministerium für Handel und Industrie bekannt, dass es die erste Bestätigung der Auslaufklausel für Antidumpingmaßnahmen gegen kaltgewalzte Bleche aus Eisen, unlegiertem Stahl oder anderen legierten Stählen mit Ursprung in oder Import aus China, Japan, Südkorea und der Ukraine abgegeben hat. In der endgültigen Entscheidung wird empfohlen, die fünfjährigen Antidumpingzölle auf die Produkte aus den oben genannten Ländern zum Mindestpreis beizubehalten. Der Mindestpreis für die Produkte aus den oben genannten Ländern beträgt jeweils 576 US-Dollar pro Tonne und stammt vom koreanischen Hersteller Dongkuk Industries Co. Ltd. Ausgenommen sind Produkte, die nicht besteuert werden. Die indischen Zollcodes der betroffenen Produkte lauten 7209, 7211, 7225 und 7226. Edelstahl, Schnellarbeitsstahl, kornorientierter Siliziumstahl und nicht kornorientierter Siliziumstahl unterliegen keiner Besteuerung.


Veröffentlichungsdatum: 07.01.2022