Die Stahlpreise auf dem Inlandsmarkt sind im August leicht gesunken.

Analyse der Faktoren, die die Stahlpreisänderungen auf dem Inlandsmarkt beeinflussen
Im August verlangsamte sich die Nachfrage aufgrund von Faktoren wie Überschwemmungen und wiederholten Epidemien in einigen Gebieten; auch das Angebot ging aufgrund von Produktionsbeschränkungen zurück. Insgesamt blieben Angebot und Nachfrage auf dem heimischen Stahlmarkt jedoch weitgehend stabil.
(1) Das Wachstum der wichtigsten Stahlindustrie verlangsamt sich
Laut Angaben des Nationalen Statistikamtes stiegen die nationalen Anlageinvestitionen (ohne ländliche Haushalte) von Januar bis August im Jahresvergleich um 8,9 %. Dies entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Wachstum im Zeitraum Januar bis Juli. Die Infrastrukturinvestitionen legten im Jahresvergleich um 2,9 % zu (ein Minus von 0,7 Prozentpunkten gegenüber Januar bis Juli), die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe stiegen um 15,7 % (0,2 Prozentpunkte mehr als im Zeitraum Januar bis Juli), und die Investitionen in die Immobilienentwicklung legten im Jahresvergleich um 10,9 % zu (ein Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber Januar bis Juli). Im August stieg die Wertschöpfung der Industrieunternehmen ab einer bestimmten Größe im Jahresvergleich um 5,3 % (0,2 Prozentpunkte weniger als im Juli), während die Automobilproduktion im Jahresvergleich um 19,1 % sank. Der Rückgang beschleunigte sich damit um 4,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Betrachtet man die Gesamtsituation, so verlangsamte sich im August das Wachstum der nachgelagerten Industrien, und die Intensität der Stahlnachfrage ging zurück.
(2) Die Rohstahlproduktion sinkt weiterhin im Monatsvergleich.
Laut dem Nationalen Statistikamt belief sich die nationale Produktion von Roheisen, Rohstahl und Stahl (ohne wiederkehrende Werkstoffe) im August auf 71,53 Millionen Tonnen, 83,24 Millionen Tonnen bzw. 108,80 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 11,1 %, 13,2 % bzw. 10,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche tägliche Rohstahlproduktion lag bei 2,685 Millionen Tonnen, ein Rückgang von 4,1 % gegenüber dem Vormonat. Laut Zollstatistik exportierte das Land im August 5,05 Millionen Tonnen Stahl, ein Minus von 10,9 % gegenüber dem Vormonat. Die Stahlimporte beliefen sich auf 1,06 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 1,3 % gegenüber dem Vormonat. Der Nettoexport von Stahl betrug 4,34 Millionen Tonnen Rohstahl, ein Rückgang von 470.000 Tonnen gegenüber dem Vormonat. Insgesamt betrachtet ist die durchschnittliche tägliche Rohstahlproduktion des Landes den vierten Monat in Folge gesunken. Die Inlandsnachfrage ist jedoch gesunken und das Exportvolumen ist im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen, was die Auswirkungen des Produktionsrückgangs teilweise kompensiert hat. Angebot und Nachfrage auf dem Stahlmarkt waren relativ stabil.
(3) Die Preise für Rohstoffe für Brennstoffe schwanken stark.
Laut dem Monitoring des Eisen- und Stahlverbands sanken die Preise für heimisches Eisenerzkonzentrat Ende August um 290 Yuan/Tonne, der Preis für importiertes CIOPI-Eisenerz um 26,82 Yuan/Tonne, während die Preise für Kokskohle und metallurgischen Koks um 805 bzw. 750 Yuan/Tonne stiegen. Der Preis für Stahlschrott fiel im Vergleich zum Vormonat um 28 Yuan/Tonne. Im Jahresvergleich sind die Rohstoffpreise weiterhin hoch. So stiegen die Preise für heimisches Eisenerzkonzentrat und importiertes Eisenerz um 31,07 % bzw. 24,97 %, die Preise für Kokskohle und metallurgischen Koks um 134,94 % bzw. 83,55 % und die Schrottpreise um 39,03 %. Obwohl der Preis für Eisenerz deutlich gesunken ist, ist der Preis für Kohlenkoks stark gestiegen, wodurch die Stahlkosten auf einem relativ hohen Niveau geblieben sind.


Veröffentlichungsdatum: 22. September 2021