Das brasilianische Eisenerzprojekt von Vallourec musste aufgrund eines Dammbruchs den Betrieb einstellen.

Am 9. Januar teilte das französische Stahlrohrunternehmen Vallourec mit, dass der Absetzbeckendamm seines Eisenerzprojekts Pau Branco im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais übergelaufen sei und die Verbindung zwischen Rio de Janeiro und Brasilien unterbrochen habe. Der Verkehr auf der Hauptstraße BR-040 in Belo Horizonte wurde dadurch beeinträchtigt, woraufhin die brasilianische Bergbaubehörde ANM die Betriebseinstellung des Projekts anordnete.
Berichten zufolge ereignete sich der Unfall am 8. Januar. Heftige Regenfälle in Minas Gerais, Brasilien, führten in den vergangenen Tagen zu einem Erdrutsch am Damm des Eisenerzprojekts von Vallourec, wodurch große Mengen Schlamm die Straße BR-040 überfluteten und diese sofort blockierten.
Vallourec gab folgende Erklärung ab: „Das Unternehmen steht in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und Institutionen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und schnellstmöglich zum Normalzustand zurückzukehren.“ Weiterhin teilte das Unternehmen mit, dass keine strukturellen Probleme mit dem Staudamm vorlägen.
Die jährliche Fördermenge des Eisenerzprojekts Vallourec Pau Blanco beträgt rund 6 Millionen Tonnen. Vallourec Mineração erschließt und fördert Eisenerz in der Mine Paublanco seit Anfang der 1980er Jahre. Die ursprünglich im Rahmen des Projekts errichtete Hämatitaufbereitungsanlage hat eine geplante Kapazität von 3,2 Millionen Tonnen pro Jahr.
Berichten zufolge befindet sich das Eisenerzprojekt Vallourec Pau Blanco in der Stadt Brumadinho, 30 Kilometer von Belo Horizonte entfernt, und verfügt über einen hervorragenden Abbaustandort.


Veröffentlichungsdatum: 19. Januar 2022